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Bobochic Module
Das Modulsofa-System von Bobochic Paris dreht die übliche Reihenfolge um: Sie kaufen kein fertiges Sofa, sondern die Teile, aus denen Ihres wird. Jedes der 11 Module mit 221 Varianten steht für sich und lässt sich mit den anderen zu genau der Form kombinieren, die Ihr Grundriss verlangt – heute als gerade Reihe, nach dem nächsten Umzug als L oder U.
Die Bausteine
- 1-Sitzer-Module – die kleinste Einheit, 90 oder 130 cm breit, zum Verlängern oder Nachrüsten
- 2-Sitzer-Module – der Kern jeder Zusammenstellung, 142 oder 178 cm breit
- Eckmodule – für den Übergang von einer Wand zur nächsten
- Méridienne-Module – die ausgestellte Liegefläche am Ende der Reihe
Chauffeuse, Eckelement, Méridienne — die Begriffe
Drei Wörter tauchen bei modularen Sofas immer wieder auf. Die Chauffeuse ist ein Sitzelement ohne Armlehnen – ein Mittelteil, das zwischen zwei anderen Modulen steht und die Reihe verlängert. Das Eckelement ist quadratisch geschnitten und übernimmt die Richtungsänderung um 90 Grad; ohne dieses Teil bleibt eine Modulreihe gerade. Die Méridienne ist das lange, ausgestellte Element am Ende einer Reihe, auf dem sich die Beine ausstrecken lassen – im Ergebnis das, was bei fertigen Sofas als Longchair oder Ottomane bezeichnet wird.
Zusammengehalten wird das Ganze von einem Verbindungssystem: Klammern oder Haken koppeln benachbarte Module fest aneinander, damit sie beim Hinsetzen nicht auseinanderrutschen. Sechs der Module tragen dieses System; die übrigen stehen als Solitäre nebeneinander.
Modulsofa zusammenstellen und später erweitern
Die Planung folgt immer derselben Reihenfolge. Erst die Wandlänge messen, dann die Sitzplätze festlegen, dann die Module addieren. Ein 2-Sitzer-Modul mit 178 cm plus ein Eckmodul ergibt bereits eine kleine L-Form; zwei 2-Sitzer plus Eckmodul plus Méridienne füllen eine Wand von rund vier Metern. Weil jedes Modul einzeln bestellbar ist, lässt sich die Zusammenstellung später ergänzen, ohne das ganze Sofa zu tauschen – vorausgesetzt, Serie und Bezug sind noch im Sortiment. Wer langfristig plant, wählt deshalb eine der großen Serien.
Ein Modulsofa hat noch einen praktischen Vorteil, der erst beim Umzug auffällt: Es kommt in einzelnen Paketen und geht durch jedes Treppenhaus, das ein Sessel passiert. Große fertige Ecksofas scheitern regelmäßig genau daran.
Welche Konfiguration passt in welchen Raum?
Für schmale Räume ist die gerade Reihe die beste Lösung: zwei bis drei Module an der langen Wand, davor der Couchtisch. In quadratischen Wohnzimmern spielt die L-Form ihre Stärke aus – ein Eckmodul in der Raumecke, die Méridienne zur Fensterseite hin. Offene Grundrisse vertragen die U-Form, die zugleich den Wohnbereich vom Rest des Raums abgrenzt, ohne dass eine Wand nötig wäre.
Als Faustregel: Rechnen Sie pro Sitzplatz rund 70 cm Breite und lassen Sie vor der Sitzfläche 80 cm Bewegungsraum. Die Modultiefe von 100 cm sollte im Grundriss zweimal auftauchen – einmal für die Reihe an der Wand, einmal für den Schenkel, der in den Raum ragt.
Bezüge: Cordsamt, Melange und Bouclé
Die Module gibt es in vier Bezugswelten. Cordsamt stellt die größte Auswahl, dazu kommen Melange-Stoff, Bouclé und Strukturstoff, zusammen in 14 Farbtönen. Weil alle Module einer Serie dieselben Bezüge tragen, passen nachgekaufte Teile farblich zum Bestand – solange die Farbe im Sortiment bleibt. Wer ganz sichergehen will, bestellt die Module einer Zusammenstellung in einem Zug. Farbe und Struktur beurteilen Sie am besten an einem Stoffmuster.
Größer gedacht: Wohnlandschaften und Ecksofas
Das umfangreichste Modulsystem der Marke ist Voltaire: Dort stehen Sofamodule, Eckelemente und Méridienne-Elemente derselben Serie nebeneinander, und die gleiche Formensprache gibt es zusätzlich als fertiges Sofa. Fertig konfigurierte Großformate finden Sie unter Wohnlandschaften, klassische L-Formen bei den Ecksofas. Draußen gibt es das Prinzip ebenfalls – als Outdoor-Module. Zurück zur Markenwelt von Bobochic Paris.